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Motorradrennen und Städtetrip in Spanien

26.05.18

In Jerez angekommen holte mich Kevin, der Bruder vom Moto2 Fahrer Domi Aegerter, mit dem Auto ab und brachte uns zu der Unterkunft welche in der Nähe von der Rennstrecke gelegen war.

Dort durften wir mit 10 deutschen Securitys von den Moto GP-Rennen in einer Wohnung übernachten. Dank dem Rennticket, welchen ich von Aegi erhalten hatte, dufte ich ein grandioses Rennwochenende geniessen. Mit dem Zugang zu der Rennstrecke, der Boxengasse und dem Fahrerlager, war dies ein unvergessliches Erlebnis!

Da ich ein Flugticket von Barcelona in die Schweiz gebucht hatte um die Fussballmeisterfeier und dem Cupfinale von meinem Lieblingsklub den Berner Young-Boys live mitzuerleben, hatte ich nun nur noch knapp zwei Wochen Zeit um die 1300km zu bewältigen.

Auf dieser Strecke besuchte ich folgende Städten: Sevilla, Granada, Almeria, Alicante, Valencia und Barcelona.

 

Sevilla:

Schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, welche ohne weiteres zu Fuss besichtigt weren konnten.

 

Granada:

Eine gemütliche Kleinstadt mit hunderten von Tapa-Bars. Ein Tapa ist eine kleiner Snack, welcher in Granada zu jedem Getränk kostenlos serviert wird. Ein wenig oberhalb von Granada befindet sich die grosse Burg Alhambra und ebenfalls sind mehrere Aussichtspunkte unweit der Stadt gut zu Fuss erreichbar.

 

Almeria:

Von der Hafenstadt Almeria war ich enttäuscht, deshalb machte ich einen Tagesausflug in die eine Stunde entfernte Region um das Dorf Cabo de Gata. Ein menschenleerer 10km langer Sandstrand und ein Naturschutzgebiet mit hunderten von Flamingos welche sich im seichten Wasser aufhielten hat diese Region zu bieten. Mehrere Stunden genoss ich die Ruhe und beobachtete die rosafarbenen Flamingos.

 

Alicante:

Diese Stadt ist bekannt durch die Burg welche direkt oberhalb der Stadt liegt. Von dort aus kann mann eine wunderschöne Aussicht über die Stadt, den Hafen und das Meer geniessen.

In Alicante übernachtete ich in einem Partyhostel. Mit den anderen Gästen war man sofort befreundet und so feierten wir bis tief in die Nacht hinein. Am nächsten Tag machten wir gemeinsam einen Ausflug zu der Burg hinauf.

 

Valencia:

Aus meiner Sicht die schönste Stadt in Spanien, welche ich besucht habe. In dem stillgelegten Flussbett, welches die halbe Stadt umschliesst, befindet sich nun ein grosser grüner Park. Ebenfalls befinden sich in diesem Graben das Kunst und Wissenschaftsmuseum. Diese Bauten sind ein architektonisches Meisterstück, ich bin immer noch begeistert! Ebenfalls verfügt Valencia über einen weiten Sandstrand und diversen traditionellen Bauten.

 

Barcelona:

In der Hauptstadt Spaniens gibt es ebenfalls viel zu bestaunen. Diese Grossstadt mit 1,6Mio. Einwohner und tausenden von Touristen hat für mich jedoch nicht den Scharm von einer typisch spanischen Stadt. Mit den vielen touristen ist die Stadt auch ein Magnet für Kriminelle, welche sich gerne um die Wertsachen der Besucher "kümmern".

 

Zusammenfassung von meinem Eindruck von Portugal und Spanien:

Sehr lebhafte Genossen, jedoch nicht sehr weltoffen und auch nur wenig englischsprechende Personen. Reisen per Anhalter in beiden Ländern eher schwierig. Der Tag fängt fängt bei den meisten Leuten erst um ca.10Uhr so richtig an, geht dafür aber bis spät in die Nacht hinein. Viele schöne Städte, Natur und Strände machen die beiden Länder absolut bereisenswert.

 

Zur Zeit befinde ich mich für ca.2 Wochen in der Schweiz um die beiden Visa für Iran und China zu beantragen.

 

 

Gibraltar und ein Kurzbesuch in Marokko

03.05.18

Bevor ich den Gibraltar bereiste, war ich noch für fünf Tage mit 4 Fussballkollegen in Mallorca beim Bierkönig Opening am Ballermann. Es hat mich sehr gefreut gute Freunde zu treffen und mit ihnen ein paar lange Partynächte zu verbringen! Danach brauchte mein Körper ein paar Tage Regeneration. Dank einer Nacht mehr auf Mallorca und einer in Malaga war ich wieder einigermassen fit, um weiter zu reisen. Somit bin ich per Autostopp nach La Linea de la Conception gereist, wo ich bei einer CS-Gastgeberin aus Ungarn übernachten durfte. Dieser Ort liegt direkt an der Grenze zum britischen Überseegebiet Gibraltar. Die Gastgeberin war absolut super! Sie nahm sich am nächsten Tag Zeit, um mir in einer Tagestour ganz Gibraltar zu zeigen. Dieser Berg verlangte uns alles ab, aber die grandiose Aussicht auf dem Gipfel entschädigte mehr als nur für die Strapazen. Auf dem Wanderweg trafen wir auch zahlreiche Affen an, welche ganz schön frech sind und sich bei den Touristen oft beim Essen, Sonnenbrillen, Kameras usw. bedienen. Am Abend zurück "Zuhause" angekommen waren wir beide total erschöpft, aber überglücklich so einen wunderschönen Tag erlebt zu haben.

Nun ging es weiter nach Marokko. Über eine für mich neue Kultur kennenzulernen habe ich mich riesig gefreut. Auf der Fährüberfahrt nach Ceuta, welches noch zu Spanien gehört, konnte ich diverse Delfine beobachten. Von dem Fährhafen bin ich 1.5h der Küste entlang bis an die spanisch-marokkanische Grenze gelaufen. Von dort aus nahm ich dann ein Sammeltaxi, welches nur 1.80 Franken kostete für 1h Fahrt. In Tétouan angekonmen wollte ich erstmals die Stadt erkunden. Sogleich gesellte sich auch ein scheinbar netter Marokkaner zu mir. Nach 10min. aufdringlichem "befehlen" wo wir durchlaufen, sagte ich ihm, dass ich alleine weiter gehe. Er erpresste mich mit

5 Euro, ansonsten werde ich grosse Probleme kriegen. Jedoch habe ich mich geweigert, ihm das Geld zu geben. Nach einem kurzen Wortgefecht einigten wir uns auf 3Euro, was immer noch zu viel war. Egal, Hauptsache raus aus der Stadt mit dem Bus Richtung Chefchouen in den Bergen von Marokko.

Diese "blaue Stadt" wie sie genannt wird, ist ein Touristenhotspot in Marokko. Frühmorgens konnte ich jedoch abseits des Touristenstroms durch die engen Gassen laufen, ohne dauernd von den aggressiven marokkanischen Verkäufern und Drogendealern angesprochen zu werden.

5x am Tag "sang" dann noch der Muezzin vom Minarett aus das Gebet, dies klang so, wie bei uns der Sirenentest.

Nach bereits drei Tagen hatte ich genug von diesem Volk. Ich fühlte mich unwohl und das Gefühl von Freiheit war nicht mehr so präsent. Somit machte ich mich auf nach Tangier, wo ich dann mit der Fähre wieder auf das europäische Festland nach Tarifa (Spanien) zurückkehrte.

Eine Doku über Marokko findet Ihr hier: Doku Marokko (in den Orten von Min.21.40-32.55 war ich).

 

In Spanien angekommen war es für mich wie eine Erlösung. Freundliche Gesichter, nette Leute, sich wieder frei bewegen zu können, die Reisefreude war zurück! Tarifa war sehr windig, der perfekte Ort für Kitesurfer. Stundenlang habe ich bei dieser Sportart zugeschaut und war fasziniert. Leider hätte ein Kurs für Anfänger mein Reisebudget zu sehr strapaziert, somit liess ich es bei den Beobachtungen sein. Speziell in Tarifa ist auch, dass der atlanische Ozean mit dem Mittelmeer zusammenkommt. Auf dem Steg kann man auf der einen Seite den Atlantik sehen und auf der anderen Seite das Mittelmeer.

Nun bin ich in Cadiz angekommen, eine schöne Kleinstadt wie eine Insel auf dem Meer, aber doch verbunden mit dem Festland. Hier herrscht eine gemütliche Ferienstimmung mit einem mehreren Kilometer langen Sandstrand. Gleich geht es für mich weiter nach Jerez, wo ich das Motorradrennen besuchen werde. Mehr dazu im nächsten Bericht.

 

Portugal, die Reise ist lanciert

18.04.18

Am 4.4. habe ich mit dem Flug von der Schweiz nach Porto erfolgreich gestartet. Als ich vor dem Abflug am Flughafen wie gewohnt ein Bier in der "Bye Bye-Bar" trinken wollte, hat der Kopf bereits auf Budget umgestellt und somit verzichtete ich auf das 8.50 teure Getränk.

In Porto angekommen habe ich knapp die Metro verpasst und "musste" 40Min. auf die nächste warten. Dies hat mir zu meinem eigenen Erstaunen überhaupt nichts ausgemacht, im Gegenteil, ich genoss es keine Termine zu haben und die anderen Leute zu beobachten.

Bereits bei den stundenlangen Stadtbummeln in Porto merkte ich, wie das Gefühl von Freiheit mich durch und durch glücklich stimmte. Obwohl meine Gastgeberin (die Tante von einem Arbeitskollegen) kein Wort Englisch sprach, war ich sehr dankbar, zum Einstieg in das neue Abenteuer eine Übernachtungsgelegenheit zu haben. Nach Porto versuchte ich mich dann per Autostopp nach

A Guarda in Spanien zu bewegen, wo ich die Familie von einem Kollegenpaar besuchen wollte. Bei der Autobahneinfahrt musste ich jedoch bereits eine Stunde auf mein erstes "Taxi" warten. Drei ältere portugiesische Herren waren so freundlich und haben mich um 20km meinem Ziel nähergebracht. Von dort aus nahm mich dann ein pensioniertes Ehepaar mit und fuhren mich direkt vor die Haustüre von meinen Gastgebern. In A Guarda wurde ich kulinarisch verwöhnt, mir die wunderschöne Gegend gezeigt und ich durfte in "meiner" eigenen Ferienwohnung übernachten. Nach diesem lohnenswerten Abstecher in den Norden reiste ich dann wieder Richtung Süden nach Aveiro. Dieses malerische Städtchen wird auch als Venedig von Portugal bezeichnet. Von dort aus wollte ich am nächsten Tag per Autostopp nach Nazaré reisen. Dieses Unterfangen musste ich nach 4h durchnässt abbrechen. Neben den Wetterbedingungen sind daran einerseits auch die ungeeigneten Anhalteplätze, aber scheinbar auch die nicht "taxifreundlichen" Portugiesen daran schuld. In Nazaré übernachtete ich dann bei einer äusserst freundlichen CS (Couchsurfing.com) Gastgeberin aus der Türkei. Dieses Städtchen wurde durch die hohen Wellen und den dadurch entstandenen Weltrekord im Wellensurfen bekannt:

https://www.youtube.com/watch?v=Ftok14M5p8g

Ganz so gross waren die Wellen bei meinem Besuch zwar nicht, aber trotzdem sehenswert!

 

Als Nächstes besuchte ich die Hauptstadt Lissabon wo ich bei einem Kollegen von einem Arbeitskollegen übernachten durfte. Nach zwei Stadtwanderungen und einer durchzechten Freitagnacht reiste ich weiter nach Faro, dem Ausgangspunkt für die Besichtigung der Algarvenküste. Pünktlich auf das Highlight von Portugal hat sich das regnerische Aprilwetter zu sonnigem Frühlingswetter geändert. Dies habe ich dann auch ausgenutzt und habe per Autostopp und zu Fuss einen unvergesslichen Tag erleben dürfen. Symptomatisch war, dass die drei "Taxis" alle aus dem Ausland (Indien, Argentinien und England) waren. Auf diesem Tagesausflug habe ich auch ein Kollegenpaar von Deutschland nach 12 Jahren wieder einmal getroffen, war ein fröhliches Wiedersehen! Nun bin ich bereits in Malaga in Spanien angekommen, von da ich morgens für fünf Tage nach Mallorca an den Ballermann gehen werde. Somit verbleibe ich mit überglücklichen Grüssen!